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Cornwall

© Text und Photos: Silke Wolff

1. Tag:   Detmold – Basingstoke

Am 11. September 2004 trafen sich morgens um 5:00 Uhr einige Clubmitglieder des Deutsch-Englisch-Clubs am Detmolder Landestheater zu einer 10-tägigen Busreise nach Cornwall. In Calais fuhren wir mit Zug durch den Eurotunnel nach Folkstone in England. Einfahrt in den Eurotunnel Im Eurotunnel Die Durchfahrt dauerte etwa 45 Minuten oder anders gesagt, eine Heißwurst von unserem Busfahrer Peter. Auf diese Art der Verpflegung sollten wir in den nächsten Tagen oft zurückkommen. Wir passierten London südlich um nach Basingstoke, unserem heutigem Tagesziel, zu gelangen. Dort wartete ein gutes Hotel für die Zwischenübernachtung auf uns. Vor dem Abendessen im naheliegenden Pub vertraten wir uns noch etwas die Füße und besichtigen eine Ausstellung mit historischen Fahrzeugen. Feuerwehroldtimer 2. Tag:   Basingstoke – Falmouth Wir brachen zu früh auf. Deshalb kamen wir auch bereits vor der offiziellen Öffnungszeit in Stonehenge an. Das Personal zeigt sich nicht von seiner besten Seite. Nicht einmal den Bus durften wir auf einem offiziellen Parkplatz abstellen und mussten auf einen Feldweg ausweichen. Das Gelände durften wir so früh am Morgen noch nicht betreten. So blieb uns nur ein Blick durch den Zaun. Dafür bekam ich Fotos von der menschenleeren ca. 5.000 Jahre alten Kultstätte, deren Bedeutung immer noch umstritten ist. Wahrscheinlich war Stonehenge ein astronomischer Kalender und Zentrum eines Sonnenkultes. Stonehenge Zur Mittagszeit waren wir im Dartmoor National Park angekommen. Leider hatte sich die Sonne verabschiedet und es regnet in Strömen. So viel unsere Besichtigungstour etwas kurz aus. Gott sei Dank kam auch unser Busfahrer frühzeitig zum Bus zurück, sodass wir uns dort im Trocknen aufhalten konnten, bis die Gruppe wieder komplett war. Dartmoor Gegen Abend erreichten wir das Lerryn Hotel in Falmouth. In diesem Hotel sollten wir für die Zeit unseres Aufenthaltes wohnen. Falmouth war bis zum 19. Jahrhundert eine bedeutende Hafenstadt. Das riesige Flussdelta ist ein natürliches Hafenbecken.

3. Tag:   St. Mawes – Pendennis Castle

Vom Hafen in Falmouth setzen wir mit einer kleinen Fähre nach St. Mawes über. Auf der Fahrt begleiteten uns Delphine, die sich manchmal in der Bucht einfinden. Durch die von weißen Cottages gesäumten engen Straßen gingen wir zum St. Mawes Castle. Im Castle sind Kerker, Mannschaftsunterkünfte etc. zu besichtigen. St. Mawes Castle Zurück in Falmouth besichtigen wir auch noch das zweite Castle, Penndennis. Die Festungen sind auf gegenüberliegenden Landzungen erreichtet und bewachen die Falmouth Bay. Beide sind Teil einer Küstensicherungsanlage, die von Henry VIII. von Cornwall bis Kent errichtet wurde. Penndennis Castle Im Souvenir-Shop des Castle kaufen wir auch eine Burgfräulein-Ausstattung für Siggi. Sie hatte schließlich am nächsten Tag Geburtstag und musste entsprechend eingekleidet werden.

4. Tag:   Eden-Project

Inmitten von weißen Kaolinbergen ist ein außergewöhnliches Millenniumsprojekt entstanden, das Eden-Project. In den „Biomen“ mit transparenten, atmenden Membrankuppeln und einer großen Außenanlage sind die vier Klimazonen der Erden mit ihrer Flora und Fauna nachgebildet. Auf 2,2 Hektar wachsen über 135.000 tropische / subtropische Pflanzen. Eden Project Auf dem Rückweg stoppten wir in Newquay, der Surf City, UK. Die Wellen dort sind gut genug für Wettkämpfe auf hohem Niveau.  Eine Weile beobachten wir die Surfer in einer der schönen Buchten des Ortes. Schon zur viktorianischen Zeit war Newquay der größte Badeort Cornwalls. Grund dafür sind die neun Sandstrände des Ortes. Newquay

5. Tag:   St. Michel Mount – Mousehole - Minack Theatre

Einer der Höhepunkte unserer Reise war die Besichtigung von St. Michel Mount. Bei Marazion ragt der Inselberg aus dem Meer. Über den Granitdamm, der nur bei Ebbe begehbar ist, gingen wir auf die Insel hinüber. Der Mount wurde mit der Eroberung durch William the Conquerer dem Benediktinerorden von Mont St. Michel in der Normandie unterstellt. Im 17. Jahrhundert gelangte er in den Besitz der Familie St. Aubyn. Noch heute wohnt ein Nachkomme, Lord St. Levan auf der Insel. St. Michael Mount In Mousehole mussten wir unseren Reisebus schon vor dem Ort abstellen. Die engen Straßen des Fischernestes sind für jedes Auto zu schmal und enden oft direkt vor einem Hauseingang. Ein Rundgang durch dieses Mauseloch sollte man sich nicht entgehen lassen. Mousehole In den Klippen bei Porthcurno liegt das Minack Open Air Theatre. Es wurde 1932 eröffnet. In dem terrassenförmigen Theater finden etwa 800 Zuschauer Platz. Gespielt wird in den Sommermonaten bei jedem Wetter, auch bei Regen. Minnack Theatre 6. Tag:   St. Ives – Land’s End Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen Badegäste wegen des milden Klimas nach St. Ives. Noch heute sind die langen Sandstrände in der St. Ives Bay bei Touristen beliebt. Aber schon 100 Jahre vor den Badeurlaubern hatten Maler und Bildhauer das besondere Licht der Bucht für sich entdeckt. Von der Wasseroberfläche gespiegelt und wegen seines hohen UV-Anteils erscheint es besonders durchdringend und strahlend. Unser Bus musste oberhalb des Ortes auf einem Parkplatz bleiben. Mit einem kleinen Shuttlebus fuhren wir direkt ins Zentrum. Ich spazierte durch die engen verwinkelten Gassen vorbei an alten Fischerhäusern und zahlreichen Kunstgalerien. St. Ives In Cornwall gehört natürlich auch ein Besuch von Englands Westspitze, Land’s End dazu.  Leider ist Land’s End als Privatbesitz jahrmarktähnlichen umfunktioniert worden und wird kommerziell mit Restaurants, Shops etc. vermarktet. Erst nach einem kurzen Spaziergang entlang der zerklüfteten hohen Klippen und über eine wackelige Hängebrücke gelangten wir zu einem Aussichtspunkt, wo die hohen Klippen aus dem Atlantik ragen. Land's End

7. Tag:   Tintangel – Lanhydrock House

Die Überreste der Festung Tintangel stammen aus dem frühen 13. Jahrhundert. Der Legende nach soll König Arthus auf der Burg aufgewachsen sein. Dieser lebte, wenn überhaupt, allerdings bereits im 6. Jahrhundert. Legende hin oder her, unser Besuch auf der Burgruine hat sich trotzdem gelohnt. Auch das Wetter war passend für diesen sagenumwobenen Ort, nebelig, leichter Regen und kalt. Tintangel In dem Ort selbst ist noch The Old Post Office sehenswert. Das Haus aus dem 14. Jahrhundert ist ganz aus Schiefer errichtet. Als Kontrastprogramm sahen wir uns anschließend eines der schönsten, historischen countryhouses in Cornwall: Lanhydrock House an. Ursprünglich eine Augustinerabtei wurde es zu einem Herrenhaus umgestaltet. Das Haus ist von einer schönen barocken Gartenanlage umgeben. Als ich auf dem Rundgang durch das Haus den anderen aus dem deutschen Faltblatt vorlas, sprach mich ein älterer Herr an, der in dem Raum für Auskünfte zur Verfügung stand, auf Deutsch an, dass ich sehr gut deutsch sprechen würde. Verdutzt erwiderte ich: Natürlich, ich bin ja schließlich Deutsche. In dem Gespräch mit ihm stellte sich heraus, dass er als Soldat in Schloss Neuhaus, ganz in unserer Nähe, stationiert gewesen war. Lanhydrock

8. Tag:   Trebah-Garden of Dreams – Truro

Das dichte Grün des Trebah Gartens geht vom Berghang auf einen kleinen Privathafen mit Strand zu. Unser Rundgang führte uns an Wasserfällen, Teichen, Riesenpalmen und diversen Blumen vorbei. Leider präsentierte sich der Garten bei Nieselregen und Nebel. Trebah Garden Zum Abschluss unserer Reise besuchten wir noch Truro. Die Stadt ist Hauptstadt von Cornwall und gleichzeitig Einkaufs- und Verwaltungszentrum der Grafschaft.

9. Tag:    Falmouth – Basingstoke

Zeitig räumten wir unsere Zimmer in Lerryn Hotel und machten uns wieder auf den Weg nach Basingstoke. Dort übernachteten wir noch einmal, bevor wir uns auf dem Heimweg machten.

10. Tag:   Basingstoke – Detmold

Auch heute brachen wir wieder früh, mit einem improvisierten Frühstück, auf, um in Dover unsere gebuchte Fähre nach Calais zu erreichen. Als wir über die weißen Kreidefelsen auf den Hafen zufuhren, zeigt sich uns die See von einer rauen Seite. Es sollte eine unruhige Überfahrt werden. Ich überstand sie nur mit Reisetabletten. Wieder festen Boden unter den Füßen ging unsere Fahrt durch Belgien und Holland. Kurz nach der stürmischen Überfahrt schmeckte aber schon wieder die obligatorische Heißwurst. Es sollte die Letzte auf dieser Tour sein. Natürlich gehörte zur Heimreise auch ein Stau auf einer deutschen Autobahn. Den überbrückten wir mit den Resten unseres Reiseproviantes und mit einem Geheimvorrat an Kräuterlikör. Müde kamen wir spät am Abend in Detmold an. zur Cornwall-Foto-Galerie:
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Silke Wolff
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