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Kanalinseln - Channel Islands

© Text und Photos: Silke Wolff Die Inseln sind kein Teil Großbritanniens und gehören dadurch nicht zur Europäischen Gemeinschaft. Trotzdem ist die englische Königin Staatsoberhaupt, als Herzogin der Normandie. Jersey und Guernsey sind zwei unabhängige Staaten, Jersey als Bailiwick of Jersey und Guernsey, Sark, Herm und Alderney als Bailiwick of Guernsey. Die einzelnen Einheiten haben eigene Geldscheine, Münzen, Briefmarken etc.. Die wichtigste Einnahmequelle und Hauptarbeitgeber ist die Finanzwirtschaft. Es wird keine Mehrwertsteuer erhoben und die Einkommenssteuer ist niedrig. Deshalb unterhalten zahlreiche Banken und Versicherungen hier Zweigstellen. Geografisch gehören sie eindeutig zu Frankreich und liegen nur ca. 23 km von der französischen Küste entfernt. Die üppige Vegetation wird durch den milden Golfstrom beeinflusst. Sind die Kanalinseln nun Naturparadies mit weißen Sandstränden und exotischen Blüten oder eine Steueroase? Ist die Inselgruppe britisch geprägt oder doch mehr französisch? Auf diesen Fragen suchte eine kleine Reisegruppe des Deutsch-Englisch-Clubs eine Antwort. Wir flogen am 11.08.2001 auf die Inseln.

1. Tag:   Detmold – St. Peter Port / Guernsey

Nach unserer Ankunft auf Guernsey warteten am Flughafen bereits Kleinbusse, um uns und einige andere Reisende zum Hotel zu bringen. Unsere Gruppe passt nicht komplett in einen Kleinbus. So erklärten Sonja und ich uns bereit gesondert ins Hotel zu fahren. Wir kamen als Erste dort an und bekamen in Hotel Pandora eines der größten Zimmer. Ansonsten war das Hotel sehr verwinkelt, ohne Fahrstuhl und die Zimmer etwas klein. Der schöne Garten mit seinem üppigen Pflanzenwuchs entschädigte dafür.  Nachdem alle ihre Zimmer bezogen hatten, machten wir uns auf einen Spaziergang nach St. Peter Port, erkundeten die engen Gassen, den Hafen und das Castle Cornet. St. Peter Port St. Peter Port gilt als die schönste Stadt der Kanalinseln. Die vielen alten Wohnhäuser stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Stadtviertel sind die Treppenstraßen und steile Gassen miteinander verbunden. Castle Cornet ist über eine 800 m lange Mole mit der Stadt verbunden. In der Festung sind Galerien und Museen untergebracht.

2. Tag:   Insel Herm

Frühzeitig setzten wir mit einer kleinen Fähre zur Insel Herm über. Die Bootstour dauerte etwa 20 Minuten. Auf der kleinen Insel sind weder Autos noch Fahrräder erlaubt. Sie ist daher eine richtige Oase der Ruhe. Wir starteten am Hafen unseren Inselrundgang. Bei 2.500 Meter Länge und ca. 800 Meter Breite war das auch als Tagesausflügler kein Problem. Zum Abschluss unserer kleinen Tour landeten wir am Shell Beach. Dieser wunderschöne Sandstrand war an diesem Sonntag sehr gut besucht. Auch wir mischten uns unter die Badegäste. Zum Abschluss besuchten wir das Gutsherrenhaus Le Manoir und dessen Kirche, die St. Tugual‘s Chapel.      Shell Beach                  Manor Garden

3. Tag:   Insel Guernsey

Auf unserer heutigen Inselrundfahrt stoppten wir zuerst am St. Martin’s Point. Auf Guernsey fanden wir zahlreiche Relikte aus der deutschen Besatzungszeit. In der Nähe des German Coast Defence Gun Casements liegen auch die Reste eines Hauses von Viktor Hugo. Der aus Frankreich verbannte Schriftsteller lebte zwischen 1855 und 1870 auf der Insel. Sein repräsentatives Stadthaus lag ganz in der Nähe unseres Hotels in St. Peter Port. Die sog. Martollo-Türme dienst einst der Verteidigung gegen eine evtl. französische Invasion. Die schönste Sehenswürdigkeit war für die Little Chapel. Die Kirche ist innen und außen mit zahlreichen Muscheln, bunten Kieselsteinen und Bruchstücken aus farbigem Porzellan dekoriert.     Martello-Turm        Muschelkapelle

4. Tag:   Insel Jersey – St. Helier

Heute wechselten wir die Insel. Am Vormittag setzten wir mit einer Condor Ferry nach Jersey über und bezogen unser neues Hotel Revere in St. Helier. Alle genossen den Tag ein wenig zum Ausspannen im Garten und am Pool des Hotels. Natürlich blieb aber auch der erste Rundgang durch die Stadt nicht aus. Besonders beeindruckend waren die reichhaltigen Angebote in der zentralen Markthalle.  Am Pool

5. Tag:   Insel Jersey

Die obligatorische Inselrundfahrt auf Jersey stand für heute auf dem Programm. Beauport ist der kleinste und idyllische Sandstrand. Vom Kap „La Cobière“ hatten wir einen grandiosen Ausblick auf eine kleine vorgelagerte Insel mit einem Leuchtturm aus dem Jahr 1873. La Cobière Letzte Station der Rundfahrt war in St. Martin das Mont Orgueil Castle. Orgueil Castle

6. Tag:   Insel Jersey

Der heutige Tag stand uns zur freien Verfügung. Deshalb machten wir unser eigenes Programm. Am Morgen fuhren wir uns mit dem öffentlichen Linienbus zum German Underground Hospital. Das unterirdische Hospital wurde während der deutschen Besatzung von Zwangsarbeitern aus dem Felsen gehauen. Der Rundgang durch die Katakomben hinterließ bei allen ein beklemmendes Gefühl. Anschließend wollten wir weiter zur Glaskirche von St. Matthew’s. Die meisten Gruppenmitglieder waren schon im Bus, als den letzten drei Personen die Tür vor der Nase geschlossen wurde. Er war voll. Michael machte sich zu Fuß auf den ca. 20 Minuten langen Fußweg. Die beiden anderen folgten mit dem nächsten Bus. Die von außen etwas unscheinbare Kirche von St. Matthew’s ist innen ein Kunstwerk. Chorschrank, Altar, Kreuze, Taufbecken etc. sind aus farblosem Glas gefertigt. Glas Church In der schönen Gartenanlage von Samares Manor ließen wir den Tag enden. Samares Manor

7. Tag:   Insel Sark

Sark liegt rund 20 Kilometer von Jersey. Die Insel ist maximal 5 km lang und 2 km breit. Sie ist der kleinste unabhängige Staat im Besitz der britischen Krone und wird nach dem mittelalterlichen Gewohnheitsrecht regiert. Herr der Insel ist der Seigneur. Sark hat seine eigene Steuergesetzgebung. Sozialausgaben werden aus Spenden finanziert. Wichtigste Einnahmequelle sind die Hafengebühren für Besucher. Autos sind von der Insel verbannt. Es stehen ausreichend Fahrräder oder Kutschen zur Verfügung. Auch unsere Gruppe unternahm eine Kutschfahrt vom Anleger zum Herrenhaus La Seigneurie. Der jeweilige Seigneur wohnt in dem ehemaligen Kloster. Nur ein Teil der Gartenanlage ist für die Öffentlichkeit freigegeben. Seigneurie Manor Ein schmaler Felsgrad „La Coupée“ verbindet die Insel Sark mit der vorgelagerten Halbinsel „Little Sark“. Auch wir wagten uns über diesen schmalen Weg.

8. Tag:   Rückreise

Ein letztes Mal bummelten wir am Vormittag durch die idyllischen aber geschäftigen Gassen von St. Helier. Am führen Nachmittag ging unser Flug über Guernsey zurück nach Köln/Bonn. Wir hatten eine erlebnisreiche Woche in einem mediterranen Teil Englands verbracht. Die Kanalinseln sind weder englisch noch französisch, sondern haben einen eigenen Flair. Sie sind auf jeden Fall eine Reise wert.
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Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis! (Oskar Wilde)
Silke Wolff
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