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3 Tage auf Rügen

© Text und Photos: Silke Wolff Weiße Sandstrände und steile Kreidefelsen, bekannte Seebäder und idyllische Fischerdörfer, saftige Wiesen und grüne Alleentunnel zeichnen die größte deutsche Insel aus. Anreise: Am 21.05.2008 ging es über die neue Rügenbrücke von Stralsund, dessen Skyline vom Hansedom dominiert wird, auf die Insel. Sofort empfingen uns die typisch grünen Alleentunnel. Rügenbrücke Allee Ein guter Ausgangspunkt um die Insel zu erkunden, ist der Ort Putbus. Zu empfehlen ist das Hotel Koos (www.hotel-auf-ruegen.de). In diesem familiär geführten Hotel mit einer mehr als 100-jährigen Tradition stimmen Preis und Leistung in optimaler Weise. Die Zimmer sind vor ca. 2 Jahren renoviert und neu möbliert worden. Die gute bürgerliche Küche des Restaurants bietet schmackhafte Speisen zu reellen Preisen. Das Haus liegt ca. 300 m vom Circus und vom Schlosspark entfernt. Direkt gegenüber endet die Strecke des "rasenden Rolands". Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Putbus, die ehemalige Residenzstadt entstand im Stil des Klassizismus. Wegen seiner weißen Häuser wird Putbus auch die "weiße Stadt auf der grünen Insel" genannt. Den Mittelpunkt, der von Fürst Malte I. gegründeten Stadt, bildet der runde Circus und der rechteckige Marktplatz mit dem fürstlichen Theater. Der weitläufige Schlosspark lädt zu ausgiebigen Spaziergängen unter Bäumen ein. Leider steht das ehemalige Schloss nicht mehr. An das Schloss erinnert eine Pergola. Mir hat besonders die Ruhe in diesem Ort gefallen. In dem weitläufigen Schlosspark konnte ich morgens und abends die Stille und das gute Lichte zum Fotografieren nutzen. Puttbus-Circus Puttbus-Schloßpark Puttbus-Theater

1. Tag: Kap Arkona

Das Nordkap Deutschlands wird Kap Arkona auch genannt. Gellort ist schließlich der nördlichste Punkt der Insel Rügen. Vom Parkplatz lässt man sich entweder mit der Kap-Arkona-Bahn zum Kap fahren oder man läuft die ca. 2,5 km. Ich nahm aus Zeitgründen die Mini-Bahn. Von den Leuchttürmen führt ein Küstenweg in Richtung Nordwesten zum Gellort und zum Siebenschneiderstein. Den Aufstieg auf einen der Leuchttürme sollte man gegen die Aussicht vom Marinepeilturm eintauschen. Die Aussicht vom Peilturm ist viel schöner. Kap Arkona Marinepeilturm Vom Kap führt ein ca. 1,5 km langer Küstenweg zum Fischerdorf Vitt. Das kleine Bilderbuchörtchen beeindruckt mit seinen rohrgedeckten Häusern. Bei schönem Wetter laden Gartenlokale ein. Aber bitte nicht auf die Touristenfallen "Zum Goldenen Anker" reinfallen. Ein Muss ist die achteckige Kapelle am Steilufer. Fischerdorf Vitt Kapelle Auf dem Rückweg zum Hotel gab es auf der Terrasse des Schlosshotels Spyker Kaffee und Kuchen. Das moderne Ambiente in historischer Kulisse hat mich angesprochen. Für kältere Tage steht für die Gäste ein Korb mit Decken bereit.

2. Tag: Nationalpark Jasmund/Königsstuhl - Prora - Binz - "Rasender Roland"

Pünktlich zur Öffnungszeit um 10:00 Uhr kamen wir am Königsstuhl an. Ich erwartete einen sehenswerten Ausblick auf die berühmten Kreidefelsen. Leider wurde ich enttäuscht. Viel war vom oberen Rand der Steilküste nicht zu sehen und die meiste Kreide funkelte nicht so weiß wie auf Bildern zu sehen. Auch der etwas mühsame Abstieg an den Strand lohnt nicht. Dafür entschädigte mich der Film über den Nationalpark. Die traumhaften Aufnahmen und die Informationen in dem ca. 20 Minuten langen Film haben mich beeindruckt. Bei dem optimalen Wetter an unserem Besuchstag wäre es wahrscheinlich ratsamer gewesen, mit einem Boote die Küste entlang zu fahren. am Königsstuhl Für eine etwas verspätete Mittagspause wählten wir die Terrasse des Schlosshotels Ralswiek mit Blick auf die Freilichtbühne der Störtebeker Festspiele und den Großen Jasmunder Bodden. Auf dem Weg nach Binz durfte natürlich ein Stopp an der Prora, dem geplanten und nie fertiggestellten "Seebad der Zwanzigtausend" nicht fehlen. Binz ist das größte Seebad der Insel und berühmt für seine Bäderarchitektur. Leider wurde die Bäderarchitektur von neuen modernen Gebäuden verdrängt. Es wurde versucht, sie der alten Architektur anzupassen, dies ist aber nicht immer gelungen. In den Geschäftsstraßen und auf der Promenade dominiert der Kommerz und sehen und gesehen werden. Ich hatte Binz gesehen und war froh, als es mit dem "Rasenden Roland" in das beschauliche Putbus zurückging. Promenade Binz Bahnhof “Rasender Roland”

3. Tag: Jagdschloss Granitz - Sellin - Seedorf

Ausgerechnet an unserem letzten Tag war der Himmel verhangen. Der Besichtigung des Jagdschlosses Granitz tat dies aber keinen Abbruch. Vom Parkplatz brachte uns eine Minibahn bis fast vor das Schloss. Sehenswert sind die Ausstellungen im Inneren. Auf keinen Fall darf man den Aufstieg auf dem 38 m hohen Aussichtsturm von Karl Schinkel auslassen. Nach oben führen die 154 Stufen der gusseisernen Wendeltreppe. Die Konstruktion und die Verzierungen der Treppe allein sind schon sehenswert. Der Auf- und Abstieg ist sehr gut organisiert. Personal sorgt dafür, dass entweder nur aufgestiegen oder nur abgestiegen werden darf. So bleibt der Gegenverkehr und unnötige Enge auf der Treppe aus. Auch Personen mit Höhenproblemen können die Treppe so bedenkenlos begehen. Die Aussicht über weite Teile der Insel lohnt die Mühe. Jagdschloss Granitz Pünktlich zur Mittagszeit trafen wir in Sellin ein. Bei einem Bummel über die berühmte Wilhelmstraße entdeckte ich die gesuchte alte Bäderarchitektur. In Sellin geht es viel ruhiger und romantischer zu als in Binz. Deshalb habe ich mich dort auch viel wohler gefühlt. Ein letztes Highlight war die Seebrücke. Durch ihren Pavillon strahlt sie eine besondere Atmosphäre aus. Dafür sorgten u.a. auch mehrere Hochzeitsgesellschaften, die sich auf der Seebrücke versammelt hatten. Bäderarchtektr Seebrücke Sellin Bäderarchitektur Noch ein Geheimtipp ist das kleine Fischerdorf Seedorf. Es liegt an der Laneckener Bek, ca. 5 km von Sellin. Einst wurden dort Segelschiffe gebaut. Heute ist es beliebter Seglerhafen. Empfehlenswert ist das am Ende des Hafens liegende kleine Lokal. Leider ging unsere Rügenerkundung schon dem Ende entgegen. Deutschlands größte Insel ist aus meiner Sicht immer eine Reise wert. Bei optimalem Wetter, wie wir es erlebt haben, sind die Eindrücke natürlich besonders schön. zur Rügen-Foto-Galerie:
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Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis! (Oskar Wilde)
Silke Wolff
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