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Südschweden

© Text und Photos: Silke Wolff

1. Tage:    Anreise - Jönköping

Am 27.06.2009 flog ich um 14:00 Uhr in Paderborn ab. Der Flug gestaltete sich fast wie ein Privatflug. Nur 6 Fluggäste waren an Bord. Alle Passagiere hatten freie Sitzplatzwahl. Die Flugbegleiterin versorgte uns sehr reichhaltig mit Snacks und Getränken. Nach 90 Minuten landet die Propellermaschine auf dem kleinen gemütlichen Flughafen von Jönköping. Auf dem Fußweg zum Flughafengebäude überholte mich bereits der Gepäckwagen. Als ich dort ankam, war mein Koffer schon auf dem Band unterwegs. In der Halle sah ich sofort unsere Reiseleiterin. Da konnte ja nicht mehr viel schief gehen. Ein kurzes Willkommen in Småland und unser Fahrer brachte mich zum Hotel. Da ich die einzige Teilnehmerin war, die aus Paderborn anreiste und andere Teilnehmer erst zwei Stunden später landen sollten, erhielt ich einen Einzeltransfer. Nachdem ich das Zimmer bezogen hatte, machte ich mich sofort auf eine Erkundungstour durch die Stadt. Jönköping liegt am Südende des Vätternsees in Nordostsmåland. Hier wurden die Streichhölzer erfunden. Mehr über die Geschichte der Zündhölzer erzählt das einzige Tändsticksmuseet (Streichholzmuseum) der Welt. Jönköping Nach dem gemeinsamen Abendessen gab es noch kurz Informationen von unserer Reiseleiterin. Bevor der Tag endete, beobachte ich den Sonnenuntergang am See.

2. Tag:     Jönköping - Kalmar

Um 8:30 Uhr startete unsere Fahrt durch die Natur des östlichen Smålands. Typisch für die Region sind die roten und teilweise auch gelben Holzhäuser. Eksjö ist durch seine unter Denkmalschutz stehenden Holzhäuser bekannt geworden. Eksjö Nach unserem Stadtrundgang fuhren wir weiter zum Astrid Lindgrens Näs in Vimmerby. Auf diesem Hof wurde die berühmte Schriftstellerin geboren und ist dort aufgewachsen.  Außer ihrem Elternhaus kann die Pippi-Ausstellung im ehemaligen Pfarrhaus, in dem ein Bildungszentrum eingerichtet wurde und der Schuppen besichtigt werden. Auf dem Gelände steht auch der bekannte Limonadenbaum. Im Astrid-Lindgren-Museum gibt es ausführliche Informationen über ihr Leben und ihre Kinderbücher. Astrid Lindgrens Näs Zwischen Orrefors und Kosta liegt Grönåsens Älgpark. Hier konnten wir auf einem ca. 1,3 langen Rundweg die Elche beobachten. Grönåsens Älgpark Im Glasreich angekommen, schauten wir bei Nybro in der Glasbläserei Pukeberg einem Glasbläsermeister zu, wie er innerhalb von ein paar Minuten aus einem Klumpen geschmolzen Glas in einen Elefanten formte. Im Shop hatte ich dann auch schnell das obligatorische Souvenir, das von keiner Reise fehlen darf, gefunden. Pukeberg Pukeberg ist eine der ältesten Glasbläsereien Schwedens. Seit 130 werden dort kleine und große Kunstwerke hergestellt. Heute ist auch ein Designcenter mit Hochschule angeschlossen. Die Glaskunst hat in Schweden eine lange Tradition. Im 16. Jahrhundert wurde sie von venezianischen Glasbläsern nach Schweden gebracht. Am Ende des 19. Jahrhunderts war Glas die Perspektive, die Armut in der Region zu bekämpfen. Småland hatte auch die Voraussetzungen: das Holz für die Befeuerung der Öfen und den feinen Sand in den Seen als Rohstoff. Vor dem Abendessen erwarteten uns noch die Sehenswürdigkeiten von Kalmar. Das Renaissance-Wasserschloss stammt aus dem 12. Jahrhundert und liegt auf einer eigenen kleinen Insel. In ihm wurde 1397 die Kalmarer Union unterschrieben, die Schweden, Dänemark und Norwegen gegen die übermächtige Hanse vereinen sollte. Schweden löste sich jedoch 50 Jahre später wieder aus dem Bund. Auf dem Marktplatz steht der imposante Barockdom. Schloss Kalmar Dom Kalmar Unser abendlicher Ausflug führte über die 6.007 Meter lange Brücke auf die Insel Öland. Die Insel ist u.a. bekannt für die alten Bockwindmühlen. Etwa 400 von den einst 1.000 stehen noch. Für unsere Fotostopps hielten wir zuerst an ein paar alten Mühlen um uns anschließend die imposante Ruine des Borgholmer Schlosses anzusehen.  Die Burg stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert. Nach einem Brand 1806 blieben nur die hohen Mauern stehen. Im Sommer wird die Ruine für Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt. In Borgholm bummelte ich durch die gemütliche Einkaufsstraße und beobachte am Hafen das Treiben an einem schwedischen Sommerabend. Am Abend pulsiert das Leben am Hafen. Die Inselhauptstadt liegt ungefähr in der Mitte der Insel an der Ostküste.  Windmühlen Borgholm slott Hafen Borgholm

3. Tag:     Kalmar - Malmö

Das erste Ziel für heute war Karlskrona. Die 1680 von Karl XI. gegründet Stadt gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Stortorget ist eine der weitläufigsten Plätze Nordeuropas. Dort stehen die Trefaldighetskyrka und die Fredrikskyrka sowie das Rathaus. Die Ulrica Pia kyrka ist Schwedens älteste und größte Holzkirche. Davor steht die Holzfigur des Bettlers Rosenbom. Sie ist bekannt aus der Geschichte von Nils Holgersson.  I Marktplatz Karlskrona Ulrica Pia kyrka In Mörrum besichtigten wir die Lachsfischerei. Der Mörrumsån ist heute den Sportanglern vorbehalten. Es wird dort kein kommerzieller Lachsfang mehr betrieben. Die alten Fangplätze und Anlagen sowie das Laxens Hus können besucht werden. Am Schloss Trolle-Ljungby legten wir einen ausführlichen Fotostopp ein. So hatte ich ausreichend Zeit das schöne Renaissanceschloss und die dazugehörige Kirche zu betrachten. Bekannt wurde das Schloss durch eine alte Sage. Angeblich entwendete der Schlossherr feiernden Trollen ein kostbares Horn und eine Pfeife. Seitdem soll es Unglück bringen, das Horn und die Pfeife aus dem Schloss zu entfernen. An bestimmten Tagen werden sie in einem Fenster zum Hof ausgestellt. Trolle Ljundby slott Pünktlich zur Mittagszeit kamen wir in Kivik an. Bei einem Rundgang durch die kleinen Gassen entdeckte ich viele idyllische Fotomotive.  Kivik Das kleine Örtchen ist eigentlich das Zentrum des Apfelanbaus und der Cidre-Herstellung.  Alljährlich findet dort der große Apfelmarkt statt. Etwas außerhalb befindet sich der alte Kungagaven, ein etwa 3.000 Jahre alter Grabhügel. Krimifans ist Stadt Ystad aus den Büchern von Henning Mankell bekannt. Die Geschichten von Kommissar Kurt Wallander spielen in der Stadt. Neben den Schauplätzen aus den Krimis gibt es aber noch andere Sehenswürdigkeit. Wir besuchten das Gråbbrödraklostret, das von den Franziskanern 1267 gegründet wurde, mit dem Rosengarten und bummelten an den vielen Fachwerkhäusern vorbei über den Stortorget. Rosengarten Gråbbrödraklostret Malmö, die lebendige Großstadt an der Südküste ist die drittgrößte Stadt. Während der Hansezeit war sie eine Handelsstadt mit internationaler Bedeutung.  Die zahlreichen Kaufmannshäuser aus der Zeit prägen immer noch das Stadtbild. Unser Hotel in Malmö lag direkt in der Innenstadt. Deshalb brachen wir nach dem Abendessen noch zu einem Stadtrundgang auf. Auf dem Stortorget bestaunten wir im Abendlicht die alten Bürgerhäuser, den Sitz des Regierungspräsidenten und das Rathaus.  Rathaus Malmö Malmö Als schönster Platz der Stadt gilt der Lilla Torg. Es befinden sich dort zahlreiche Restaurants und Cafés.  Bei hochsommerlichen Temperaturen waren an diesem Montagabend fast alle Plätze besetzt. Auch wir genossen den lauen Abend in einem Biergarten. Auf dem Rückweg zum Hotel mussten wir unbedingt noch beim Public Viewing vorbeischauen, um den Endstand des Fußball-EM-Endspiels der deutschen U21-Mannschaft gegen England zu erfahren. Deutschland hatte 4 : 0 gewonnen.

4. Tag:     Malmö - Göteborg

Die deutsche U21-Mannschaft wohnte im gleichen Hotel wie wir und hatte, kurz bevor ich zum Frühstück kam, ihre Siegesfeier beendet. In der Hotelhalle übertrug das deutsche Fernsehen live für das Morgenmagazin.  Von der Siegeseuphorie angesteckt, starteten wir zu unserer Stadtrundfahrt in Malmö. Das Malmöhus ist die ehemalige Münze des dänischen Reichs. Seit Malmö zu Schweden gehört, wurde das Schloss u.a. als Gefängnis genutzt. Heute ist es ein Museum.  Die ehemalige Kockum-Werft liegt heute in Malmös neu entwickelten Stadtteil Westhafen. Dort steht auch der Turning Torso, Schwedens erster und einziger Wolkenkratzer.  Das 190 Meter hohe Apartmentgebäude ist um 90 Grad um seine Längsachse gedreht. Vom Westhafen hatten wir auch einen schönen Blick auf die Öresund-Brücke, die Malmö mit Kopenhagen in Dänemark verbindet. Turning Torso Öresundbrücke In Helsingborg angekommen, besichtigte ich zuerst die St. Maria kyrka. Die kleine gotische Backsteinkirche entstand im 15. Jahrhundert. Sehenswert im Innern sind die sechs großen Glasmalereien und der Flügelaltar. Vor der Kirche am Haupteingang steht „Die Quelle des Lebens“. Vom 34 m hohen Turm Kärnan hatte ich bei Bilderbuchwetter einen tollen Blick über den Öresund bis nach Dänemark. Schließlich liegt Helsingborg an der schmalsten Stelle (4,5 km) des Öresunds. Der quadratische Turm ist das Überbleibsel einer mittelalterlichen Burg. In der ältesten Fußgängerzone Schwedens, Kullagatan, bestaunte ich die Auslagen in den Modehäusern und Geschäften. Zum Abschluss unseres Aufenthaltes bummelte ich vom Stortorget, am Rathaus vorbei Richtung Hafen. Kärnan Helsingborg Rathaus Helsingborg Göteborg ist Schwedens Tor zur Welt. Sie ist wichtigste Industrie- und Handelsstadt Schwedens. Im 18. Jahrhundert war Göteborg ein bedeutendes Handelszentrum und erlebte damals einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Durch die Ostindienfahrer wurde sie größter Handelshafen Nordeuropas. Die Stadtgeschichte geht allerdings bis ins Mittelalter zurück. Pünktlich um 15:30 Uhr trafen wir die Führerin für unsere Stadtrundfahrt. Von der Masthuggskyrkan hatten wir einen schönen Blick über die Stadt und den Hafen. Die Feskekorka hielt im Innern eine Überraschung breit.   Freskekorka Vor dem Kunstmuseum steht eine imposante Poseidonfigur. Von dort eröffnet sich auch einen Blick bis in den Hafen.  Göta platsen Nach der Stadtrundfahrt hatte ich noch 1 ½ Stunden Zeit um die Innenstadt von Göteborg auf eigene Faust zu erkunden. So machte ich mich vom Gustav Adolf Torg, ein Platz, der von dem Stadthaus, der Börse und dem Gericht gesäumt wird, auf zum Hafen. Von dort hatte ich einen guten Blick auf das Utkiken-Gebäude und auf die Viermastbark „Viking“. Das Utkiken gilt mit einer Höhe von 86 m schon als Wolkenkratzer. Von oben soll man einen guten Ausblick über die Stadt und den Hafen haben. Direkt am Jachthafen steht auch Göteborgs modernes Opernhaus. Hafen Göteborg Oper Göteborg Da die Temperatur inzwischen wieder um die 30 °C erreicht hatte, entschied ich mich, ein Stück durch das klimatisierte Nordstan-Shopping- Center zu gehen. Von dort machte ich noch einen Abstecher zum Kronhuset. Das ehemalige Waffenarsenal aus dem 17. Jahrhundert ist weitgehend noch im ursprünglichen Zustand. Es lohnt sich auch ein Besuch in den umliegenden Kunstwerkstätten. Kronhuset Pünktlich war ich zurück am Gustav Adolf Torg.  Gustav Adolf Torg

5. Tag:     Göteborg - Örebro

Unser heutiger Tag begann mit einem Extraausflug in der schönsten Ecke Westschwedens. Mit einer kleinen Fähre setzten wir nach Marstrand über.  Marstrand Von Weitem wurden wir von der dominanten Festung Carlsten begrüßt. Sie galt zeitweise als eine der mächtigsten Seefestungen Europas. Marstrand entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem wichtigen Urlaubsort. Der historische Ort wird durch seine bunten Holzhäuser geprägt. Die Insel ist heute auch für das Volvo Ocean Race und seine Segelwettbewerbe bekannt.  Leider musste ich die „Ferien auf Saltkrokan“ schnell wieder beenden. Unsere Fahrt ging weiter nach Skara.  Zur Mittagszeit sollten wir die Gelegenheit haben, den Dom und die Stadt zu erkunden. Die Stadterkundung und somit auch unser Mittagsessen fielen im wahrsten Sinne des Wortes in Wasser. Kurz bevor wir Skara erreichten, fing es leicht an zu regnen. Das erste Mal auf der Reise. Spontan entschloss ich mich, wie die Meisten aus der Gruppe, zuerst den Dom zu besichtigen und dort den Regen abzuwarten. Was wir alle nicht ahnten, das Gewitter mit sehr heftigen Regen zog erst auf. So saßen wir eine Stunde im Dom fest, bis unser Busfahrer uns erlöste und uns direkt vor der Tür abholte. Von der Stadt haben wir nichts gesehen. Nach zwei Stunden war aber auch vom Regen nichts mehr zu merken. Die Sonne schien wieder und die Temperatur war von 18 °C wieder auf 30 °C gestiegen.  Am späten Nachmittag stoppten wir zum ersten Mal am Göta Kanal bei Sjötrop. Zusammen mit dem Trollhätte kanal ermöglicht der Göta- Kanal eine durchgehende 190 km lange Schiffsreise von Göteborg nach Stockholm. Er wurde als Wirtschaftsstraße 1892 eingeweiht. Als 30 Jahre später die Eisenbahn verkehrte, lohnte sich der Transport zu Wasser nicht mehr. Heute ist der Kanal ein Stück nostalgischer Vergangenheit und kann eine Entdeckung der Langsamkeit sein. Göta Kanal Etwa 2 km südlich von Kristinehamn steht direkt am Ufer des Värnersees eine echte Picassoskulptur.  Die 15 m hohe Skulptur wurde 1965 von Picasso persönlich verschenkt. Für mich waren mehr die wunderschöne Schärenlandschaft und die typischen Sommerhäuser sehenswert. Allein dafür lohnte sich der Abstecher. Picassoskulptur Sommerhaus

6. Tag:     Örebro - Stockholm

Seit 700 Jahren liegt das mächtige Schloss im Zentrum von Örebro. Auch wir gingen eine Runde um das Schloss. Hauptsächlich beeindruckten mich die Spiegelungen im Schlossgraben. In dem Graben befinden sich auch einige Exponate moderner Kunst. Schloss Örebro Spiegelung Im Anschluss machten wir einen Rundgang durch die verwinkelten kleinen Gassen des Freilichtmuseums Wadköping. Dort befindet sich eine Anzahl der typischen bunten Holzhäuser. Durch Kurt Tucholskys Roman „Schloss Gripsholm“ ist die Kleinstadt Mariefred am Mälarsee berühmt geworden. Kurt Tucholsky ist auf dem kleinen Friedhof unter einer Eiche begraben. Seit 1822 beherbergt Schloss Gripsholm die staatliche schwedische Porträtsammlung. Das Sehenswerteste im Inneren ist aber das in einem der Türme eingebaute Schlosstheater.  Schloss Gripsholm Nah des Schlosses liegt das Gripsholm Värdshus. Die ehemalige Strumpffabrik ist das älteste Gasthaus und Hotel des Landes. Ich habe beim Mittagessen auf der Terrasse mit seiner Wohlfühl-Atmosphäre den Ausblick auf das Schloss genossen.  Nach dieser Idylle wartet die Hauptstadt Stockholm auf uns. Auf einer „holme“ wurde vor über 800 Jahren der Handelsplatz Stockholm gegründet. Auf Holzpfählen „stock“ lagen die Fundamente. Die Stadtteile Gamla Stan und Riddarholmen bilden Nordeuropas größten und besterhaltenen mittelalterlichen Stadtkern. Das alte Stockholm wurde lange Zeit von Handelsherren der Hanse und deutschen Pastoren geprägt. Am späten Nachmittag starteten wir zu einer Stadtrundfahrt. Vom der Katarinavägen hatten wir einen schönen Panoramablick über dies gesamte Stadt. Das Stadthaus ist ein Wahrzeichen der Stadt. Hier findet auch das Nobelbankett statt. Nach einem kurzen Stopp dort fuhren wir weiter vorbei am Sergels Torg und Kungssträdgården über die Museumsinsel Steppsholmen und Kastelholmen auf die Insel Djurgården. Gut 2 ½ Stunden später erreichten wir unser Hotel.  Stockholm Panorama Um unsere kurze Zeit in Stockholm optimal zu nutzen, brachten unser Fahrer und unsere Reiseleiterin uns nach dem Abendessen noch einmal in die Innenstadt. So bummelten wir vom Schloss durch die Gamla Stan auf die kleine Insel Riddarholmen. In der Nähe der Evert Taubes terrass liegt ein schöner Biergarten mit Blick auf dem Mälernsee und das Stadshuset. Diesen Ausblick genossen wir bei einem Glas Bier.  Sonnenuntergang am Stadthaus

7. Tag:     Stockholm – Linköping

Der heutige Tag begann mit einer ausführlichen Erkundung Stockholms auf eigene Faust. Am Schloss trennte ich mich von der Gruppe. In einem kleinen Hof unweit des Schlosses steht eine kleine Skulptur. Es wird behautet, dass wenn man diese Skulptur berührt und eine Münze spendet, man noch einmal nach Stockholm zurückkommt. Ich habe es ausprobiert.  Miniskulptur Der Marktplatz ist für seine in warmen Ocker-, Gelb- und Rottönen gestrichenen Häuser bekannt. Dort befindet sich auch das Nobel- Museum. Stortorget Die Storkyrkan ist Stockholms Dom und Krönungskirche und ist das älteste Gotteshaus der Stadt und war Ausgangspunkt der Reformation. Prunkstück im Innern ist die Skulptur des heiligen Georg mit dem Drachen. Sie wurde in Erinnerung an den Sieg der Schweden über die  Dänen geschaffen. Storkyrkan St. Georg Die kleine Insel Helgeandsholmen wird fast komplett vom Riksdagshuset eingenommen. Der Reichstag ist Sitz des schwedischen Parlaments. Reichstag Es hatte heftig angefangen zu regnen. Deshalb suchte ich zuerst an der Oper Unterschlupf. Nach einer Weile beschloss ich, die Zeit zu nutzen und mir die berühmte Untergrund-Kunst in den U-Bahn-Stationen anzuschauen. Jede Station der blauen Linie soll individuell gestaltet sein. Ich ging zur U-Bahn-Station Kungssträdgården. Leider war die Station wegen Umbauarbeiten bis zum Herbst geschlossen. Also setzte ich mich vor dem legendären Grand Hotel, indem im Dezember die Nobelpreisträger logieren, in ein Taxi und ließ mich zum Vasa-Museum fahren. 1628 sank das Regalschiff „Vasa“ auf seiner Jungfernfahrt im Stockholmer Hafen. 1961, 333 Jahre später wurde es geborgen. Nach 35 Jahren Restaurierung wurde 1990 das Museum fast genau an der Stelle eröffnet, an der das Schiff gesunken war.  Vasa Als ich meinen ausführlichen Museumsrundgang beendet hatte, schien auch die Sonne wieder. Ein Taxi brachte mich zurück in die Innenstadt. Dort kam ich pünktlich zur Wachablösung am königlichen Schloss Tre Kronor an. Als offizielle Residenz ist es heute Arbeitssitz des Königs. Bewohnt wird es nicht mehr. Trotzdem sammeln sich die Touristen zur Mittagszeit auf dem Slottsbacken. Die Militärkapelle spielt nicht nur Marschmusik, sondern auch Songs von Abba. Wachablösung Zum Abschluss meines Aufenthaltes schlenderte ich noch einmal durch die Altstadt zum Biergarten auf der Insel Riddarholmen. Dort gab es einen Mittagssnack, bevor unsere Tour weiter ging. Auf unserem Weg nach Linköping stoppten wir noch einmal am Göta-Kanal. An der berühmten Schleusentreppe vom Roxen bei Berg beachten wir zahlreiche Boote, wie sie Schleuse für Schleuse einen Höhenunterschied von 18,8 m mit insgesamt 7 Stufen überwunden haben.  Schleusentreppe Göta-Kanal In Linköping angekommen, regnet es leider wieder. So ließ ein Teil der Reisegruppe den letzten gemeinsamen Abend bei einem Bier ausklingen.

8. Tag:     Linköping – Abreise

Seit 1859 werden die polkagrisar in Gränna hergestellt. Wir beobachten einen Zuckerbäcker, wie die rot-weißen „Polkaschweinchen“ in Handarbeit entstehen ließen. Der warme Zuckerstangenteig wurde gewalkt und geschlagen, über einen Haken geschlungen und gezogen. Dann wurde die Masse zu Stangen gerollt und getrocknet.  polkagrisar Leider war dies der letzte Programmpunkt, bevor es zurück zum Flughafen nach Jönköping ging. Schweden ist ein entspanntes einfaches Reiseland. Die Verständigung ist unproblematisch. Fast jeder spricht Englisch, wenn nicht sogar etwas Deutsch. Die Atmosphäre ist immer entspannt. Die Leute sind nie in Eile. Bei bilderbuchhaftem Sommerwetter zeigte sich das Land von seiner besten Seite. Ich möchte gern noch einmal dorthin zurück. zur Südschweden-Foto-Galerie:
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Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis! (Oskar Wilde)
Silke Wolff
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